Pfarrbrief Pfingsten 2022

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Liebe Mitchristen in der Pfarreiengemeinschaft Wittislingen-Bachtal, mit dem Osteuropa-Hilfswerk Renovabis verbinde ich noch die einprägende Darstellung auf dem damaligen Plakat von 1993: Ein Mauerdurchbruch in Form eines orthodoxen Kreuzes und dahinter ein junges Bäumchen im Sonnenschein (sh. Bild rechts). Der Blick Richtung Osten verbarg noch viele Hoffnungen und Wünsche, aber auch Anfragen und Barrieren. Nach Jahren intensiver Bemühungen fragen wir uns angesichts des Krieges in der Ukraine: Was wird wohl aus diesem Pflänzchen der Hoffnung werden? Und wie lässt sich der Durchbruch durch die Mauer angesichts der massiven Gewalt gegen die Menschen offen halten und die dringend notwendige Solidarität tatsächlich verwirklichen? Das Plakat (sh. Titelseite) heuer mit dem Zuspruch: „Dem glaub` ich gern! Was OST und WEST verbinden kann.“ bedarf einer weiteren Information zur Verdeutlichung. Hintergrund ist der Gang Jesu auf dem Wasser (vgl. Mt 14, 22 -33). Nach langem Gebet in der Einsamkeit folgt Jesus seinen Jüngern, die auf dem See mit dem Gegenwind kämpfen. Sie schreien auf, weil sie ein Gespenst vermuten, aber Jesus gibt sich zu erkennen und beschwichtigt: „Fürchtet euch nicht, ich bin es!“ Daraufhin will Petrus zu ihm kommen und auf das Wort Jesu hin steigt er aus dem Boot. Das geht gut, solange er auf Jesus blickt. Dann aber holt ihn die Angst ein und er versinkt im Wasser. Einen Kleinglauben hält Jesus i hm vor und zieht ihn heraus. „Dem glaub` ich gern“, konnte Petrus sagen und den Schritt aus dem Boot wagen. Solange er den Blick auf Christus gerichtet hält, trägt das Wasser. Doch die Flut der Angst, des Kleinglaubens und der eigenen Begrenztheit entziehen ihm den Halt. So mag es vielen im Hier und Heute gehen. Sie und ich wollen „IHM gern glauben“ und uns darauf einlassen. Das setzt Vertrauen voraus. Zugleich wissen wir nicht, WAS uns Jesus (in der Kraft des Hl. Geistes) aufträgt. Zumindest könnte es was 2 ganz Neues sein – so wie bei Petrus! Das Unmögliche könnte es sein, aber dennoch uns zugetraut und abverlangt von IHM! Neuland betreten wünscht sich der pfingstliche Geist von uns! Sich rufen lassen und die Erfahrung vermitteln, dass selbst das Wasser trägt! Die Herausforderungen unserer Zeit in Kirche und Welt gleichen diesem Wagnis, das sturmgebeutelte und sicher geglaubte Schiffchen der Kirche zu verlassen und Christus neu in den Blick zu nehmen. Wie schnell holen uns die Ängste und Sorgen ein, verlässt uns der Mut zum ersten und entscheidenden Schritt oder halten wir auch jene zurück, die ihre Angst schon überwunden haben und losgehen wollen. „Dem glaub` ich gern!“ Ist das noch der Fall, wenn wir mit Wortbruch und Verdrehung der Wahrheit auf politischer Ebene konfrontiert sind? Nein, dieser Propaganda kann und darf ich nicht glauben! Dahinter verbirgt sich ein ganz anderes Menschenbild, als es uns die Sicht Jesu vermittelt! Deswegen gilt es heute ganz genau hinzuschauen, WEM ich Glauben schenken darf und wem nicht! Und wir selbst sind in unserem Alltag immer neu angefragt und hinterfragt, ob unsere Worte und Taten „glaubwürdig“ sind! Im Blick auf Renovabis bedeutet dies, sich eindeutig auf die Seite der Bedürftigen und Leidtragenden in Ost- und Südost-europa zu stellen und den Worten und Gebeten auch Taten der konkreten Hilfe folgen zu lassen. In den eigenen Pfarreien möge uns dieser Beistand, den Jesus für Pfingsten zugesagt hatte, auch im Glauben stärken und mutig handeln lassen! Die neugewählten Pfarrgemeinderäte übernehmen ihre Verantwortung den Mitmenschen gegenüber und möchten Akzente setzen, denen SIE gerne folgen mögen und IHREM Glauben eine Bereicherung sein dürfen. Unseren Firmlingen erbitten wir diese Kraft des Heiligen Geistes, damit sie eigenverantwortlich für ihren Glauben hinstehen und ihre Zukunft mitgestalten können. In diesen Monaten mit gelockerten Corona[1]Auflagen dürfen wir jene nicht aus dem Blick verlieren, die in unseren Pfarreien noch zögerlich sind mit den sozialen Kontakten, aber doch das Bedürfnis nach Gemeinschaft verspüren. Werden sich unsere Kirchenbänke wieder annähernd so füllen wie vor Corona? Auch die Antwort auf diese Frage könnte uns „neue Wege“ abverlangen, die zugleich eine Anfrage an unser Christus-Vertrauen sein können – wie bei Petrus! „Komm! Wage den ersten Schritt! Lass dich von den Wogen der Zeit nicht hinunterziehen! Verliere Christus nicht aus dem Blick!“ Ja! „Dem glaub` ich gern!“ Denn DER hat echte Sorge um mich! Der versteht mich auch in meinem Kleinglauben! Der hält mir die rettende Hand hin, wenn mir das Wasser bis zum Hals steht! Der hat mir seinen Beistand zugesprochen, der mir Mut und Einsicht, Stärke und Ehrfurcht vor Gott anvertrauen will! Ihnen Allen wünsche ich zum Pfingstfest diesen Heiligen Geist, der uns im Glauben bestärken und alles in Christus erneuern will! Ihr Pfarrer Alois Lehmer

In den Wochen nach der PGR-Wahl fanden die konstituierenden Sitzungen in den jeweiligen Pfarreien statt. Die Vorsitzenden und Stellvertreter und weitere Zuständigkeiten wurden benannt. Ihre Ansprechpartner als Vorsitzende und Stellvertreter sind: Michaela Steck; Sandra Schober und Anna Resselberger. Die neuen Gremien entsandten ihre Vertreter in den Pastoralrat. Diesem gehören aufgabenbedingt noch folgende Personen an: Gemeindereferentin Marie Fuchsluger, Sr. Hedwig Runck, Kaplan Pater Bineesh Pallath Josef, Pfarrer Alois Lehmer. Als Vorsitzende wurde Sr. Hedwig im Amt bestätigt, ebenso die Stellvertreter Elke Schaller-Schnürch und Manfred Schmid. Allen Vorsitzenden und Stellvertretern gilt unser aller Dank für diese zusätzlich übernommene Aufgabe. Aber auch hier darf sich positiv zeigen, dass im MITEINANDER die Zukunft liegt! In den jeweiligen Pfarreien sind schon Möglichkeiten angedacht, wann und wie den ausscheidenden PGR-Mitgliedern gedankt werden kann.

Gottesdienste und Corona: Wie geht es weiter? Alles schreit nach Lockerungen. Auch in den Kirchen gilt keine Maskenpflicht mehr. Wir können „dringende Empfehlungen“ nicht mehr einfordern! Trotzdem die dringende Bitte, sich selber und andere durch sorgsamen Umgang zu schützen! Für das anstehende Fronleichnamsfest mit Prozession gehen wir von „normalen Bedingungen“ wie vor der Pandemie aus. Gleichzeitig stellen wir fest, dass örtlich „Personal“ fehlt bei der Musik oder zum Aufbau der Altäre. Deswegen heute schon herzlichen Dank für alles, was möglich sein wird! Und darüber dürfen wir uns berechtigt freuen!

In Reistingen lädt das Novenengebet vom 6. bis 15. Juni (jeweils 19.30 Uhr) zur persönlichen Vorbereitung auf das Patrozinium des Hl. Vitus ein. Zusammen mit dem Fronleichnamsfest (in verkürzter Form in der Kirche mit 2 Altären) ehren wir den Kirchenpatron und erbitten seine Fürsprache in den Anliegen unserer Pfarrei. Anschließend besteht die Möglichkeit, Kuchen für den Nachmittagscafe im Pfarrhof zu erwerben. (Kluge Leute bringen ihre Tupperdose gleich mit!)

Bibelteilen im Kloster „Ein Stein, der in unruhiges Wasser fällt, versinkt unmerklich. Fällt ein Stein in ruhiges Wasser, zieht er weite Kreise. So ist es auch mit dem Wort Gottes: Es versinkt in der Unrast und Hektik unserer Tage. Oder es fällt in die Stille und zieht weite Kreise.“ Mitten in der Woche unseres Arbeits- und Berufsalltags wollen wir uns die Chance geben und die Zeit nehmen, still zu werden und bewusst das Wort Gottes zu hören. Herzliche Einladung, miteinander zu teilen, was das Evangelium in uns wachruft. Wir treffen uns immer donnerstags um 20.00 Uhr am: 14. Juli und 11. August.

Minizeltlager im Kloster - Alle Minis ab der 3. Klasse sind zum Minizeltlager herzlich eingeladen. Termin ist das Wochenende vom 15.-17. Juli. Miteinander wollen wir in der Gemeinschaft vieler Minis ein frohes Miteinander erleben, spielen, basteln, singen, voneinander lernen, füreinander da sein. Natürlich werden wir auch vieles erfahren über das Kirchenjahr, die liturgischen Farben, über die Aufgaben als Minis und über unsere PG. Lagerfeuer und Nachtwanderung und viele kleine und große Events sind in Planung. Ihr könnt Euch freuen! Weitere Infos und das Anmeldeformular erhaltet ihr nach den Pfingstferien!!!

Aktionen der Minis und Firmlinge fürs BeneVit: Mit den Minis und einigen Firmlingen wollen wir die Bewohner des BeneVit gerne mit einem kleinen Open-Air-Konzert überraschen und mit Liedern und Musikstücken ein buntes Programm zusammenstellen. Der Termin wird noch bekannt gegeben.

After-School-Party Nach einem mega-anstrengenden Schuljahr wollen wir Euch am letzten Schultag, Freitag, 29. Juli wieder zur „After-School-Party“ einladen. Sicherlich wartet ein buntes und lustiges Programm auf Euch mit Cocktails, Schnitzeljagd, Lagerfeuer, Spiel, Spaß und Musik. Die Einladung und das Anmeldeformular erhaltet IHR nach den Pfingstferien.

Ministranten aufgepasst!!! Auch in diesem Jahr hoffen wir sehr, dass sich einige Kommunionkinder für den Ministrantendienst entscheiden. Sie werden im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich in die Gemeinschaft der Minis aufgenommen: Z.B. in Bergheim am Samstag, 25. Juni um 19:00 Uhr; in Wittislingen am 3. Juli um 10:00 Uhr. Sollte jemand auf den Gedanken kommen aufhören zu wollen, möge uns dies bitte bis Ende der Pfingstferien (18.6.22) ins Pfarrbüro oder bei den Oberminis gemeldet werden. Vielen Dank für euer Engagement in dieser außergewöhnlichen Zeit!

Firmung am 8. Juli 2022 - Das Sakrament der Firmung spendet am 8. Juli Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger in einer gemeinsamen Feier um 16 Uhr an 55 Firmlinge. Ganz herzlich laden wir alle Firmlinge mit Eltern und Geschwister sowie den Firmpaten zu diesem Gottesdienst in Wittislingen mit ein.

Krabbelgottesdienst am 3. Juli 2022 um 10 Uhr, am Pfarrheim Wittislingen Am Sonntag, den 03. Juli 2022 um 10 Uhr findet für alle Kinder im Krabbel- und Kindergartenalter und deren Familien ein etwas anderer Gottesdienst vor dem Pfarrheim in Wittislingen statt. Gemeinsam wollen wir singen, spielen und beten. Nähere Informationen erhalten Sie im Amtsblatt bzw. auf den Flyern, die in den Kindergärten etc. verteilt werden. Herzliche Einladung!

Spiel ohne Grenzen in Bergheim … mit gefühlt einer Ewigkeit Verspätung startet die KLJB Bergheim das „Spiel ohne Grenzen“. Vom 22. bis 24. Juli 2022 ist ein Festprogramm auf der Festwiese bei der Antoniuskapelle vorgesehen. Am Sonntag, 24. Juli sind Sie aus nah und fern um 10 Uhr zum Gottesdienst mit Landjugendpfarrer Bernd Rochna eingeladen. Nachmittags treten verschiedene Landjugenden zum fairen Wettstreit an und ermitteln den Sieger. Die Tage stehen unter dem Motto: „Musiklegenden“.

Ferienprogrammtag im Kloster - Am Dienstag, 30. August findet wieder der Ferienprogrammtag im Kloster statt, bei dem sich einige Gruppierungen unserer PG beteiligen. So können wir sicherlich wieder einen schönen Nachmittag mit Spiel, Spaß und kreativen Angeboten auf die Beine stellen. Weitere Infos sind in der Ausschreibung im Amtsblatt zu finden. Die Anmeldung läuft über die VG Wittlingen.

Wussten Sie schon … … dass die Antoniuskapelle in Bergheim derzeit außen renoviert und im Juli auch innen instandgesetzt wird und wir ganz herzlich allen Betern und Sponsoren für ihre geistige und finanzielle Unterstützung danken?

… dass unsere Gemeindereferentin Marie und ihr „Schatz“ Johannes aus Ziertheim kürzlich ihre standesamtliche Trauung feiern durften und die beiden den gemeinsamen Namen Fuchsluger tragen? Herzlichen Glückwunsch!!!

… dass nach der Erstkommunion vor der nächsten Erstkommunion ist… und es alle Verantwortlichen umtreibt, wie denn unseren Kindern das Entscheidende und Bleibende vermittelt werden könnte, so dass diese junge Generation dann einmal eigenständig auch die Verantwortung im Glauben mittragen und übernehmen kann?

… dass das Doppeljubiläum des Hl. Ulrich bereits seine Lichtstrahlen voraus sendet und viele unterschiedliche Angebote auf Bistumsebene angedacht sind, die auch für SIE 2023/24 sehr einladend und gut umsetzbar erscheinen? Motto: „Mit dem Ohr des Herzens“

… dass für unsere Senioren in den Sommermonaten wieder Zusammenkünfte nach den Möglichkeiten vor Ort geplant sind? Wer sich noch unsicher ist, möge bitte Geduld haben und nichts überstürzt riskieren! Näheres folgt im Amtsblatt!

Gönne Dir mal einen Oasentag! Eingeladen sind alle Frauen, die mal raus wollen aus dem Alltag! Wir nehmen uns Zeit für: Uns selbst, die Natur, Gottes Wort, Kreatives, Gespräch, um wieder mit neuer Kraft und mit neuem Mut die nächste Wegstrecke unseres Alltags gehen zu können. Termin: Samstag, 13.08.2022 Thema: „Mit der Bibel im Rucksack unterwegs“ Beginn: 10:00 Uhr – Ende: ca. 16:00 Uhr Brotzeit und Getränke bitte selbst mitbringen, denn mittags wollen wir das Mitgebrachte teilen. Bitte die Bibel einpacken! Der Unkostenbeitrag für anfallendes Material beträgt 5 Euro. Eine Anmeldung bis spätestens eine Woche vor dem Oasentag ist unbedingt erforderlich! Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter: 0176 56689226

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Wir wünschen allen einen guten Start ins Jahr und für 2022 alles Gute und Gesundheit!